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Planlos in Australien
 

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Der Aufstieg

Guten Abend!Da melde ich mich heute schon zum zweiten Mal, aber das muss ich jetzt noch schnell niederschreiben!Den heutigen Tag verbrachten wir hauptsächlich mit fahren, denn von Exmouth bis nach Tom Price -der Ort von wo aus man den Karinjini National Park betritt- sind es rund 600 km.Allerdings führte das zu einem unbändigen Tatendrang, der sich bei Ankommen an unserem Campingplatz prompt in einer Idee entlud:Diese Nacht verbringen wir auf dem Berg, welcher sich eindrucksvoll aus der Berggruppe vor uns erhebt! Ella war zwar nicht begeistert, denn der Berg war doch schon ein ganzes Stück weit weg und auch wirklich nicht ganz flach. Aber sie hatte kein Problem damit am Auto die Stellung zu halten und so wurden die Rucksäcke fix mit allem nötigem gepackt und losmarschiert, damit uns die Dunkelheit nicht allzu früh ereilt. Doch trotz schnellen Schrittes brauchten wir schon 25 Minuten um allein den Fuß des ersten Berges zu erreichen. Die Sonne verschwand bereits hinter dem Horizont, aber für uns gab es kein Zurück! Und so begann der Aufstieg im schwindenden Sonnenlicht, erschwert von tiefen Tälern, losem Geröll und einem Gras, wessen Halme spitz und stabil wie Nadeln waren und sich erbarmungslos durch unsere Hosen bohrten. Doch immer wenn wir einen Gipfel erreichten tat sich eine weitere Schlucht auf welche uns von dem nächsten trennte.Und die Sicht wurde immer schlechter.Schon bald mussten wir unseren Weg mit Taschenlampen beleuchten, was eine weitblickende Routenplanung unmöglich machte, da sich der nächste Gipfel nur noch als Schatten vor uns auftürmte.Mehr als ein mal dachten wir, dass wir umdrehen und unser Lager woanders aufschlagen müssten, doch der Ehrgeiz trieb uns weiter und bei jeder Schlucht fanden sich Tritte oder sogar Wege sie zu umgehen. Doch ob man im Tal dann vor einer Steilwand stehen würde konnten wir nie mit Gewissheit sagen, doch wer nicht wagt, der nicht gewinnt und so ging es Schritt für Schritt immer weiter dem Ziel entgegen. Und tatsächlich: mit Umwegen, Klettereinlagen und zusammengebissenen Zähnen kamen wir letzten Endes auf die Zielgrade, den Anstieg zum höchsten Gipfel, wo wir unser Zelt aufschlagen wollten. Auch wenn es im Dunkeln aussah, als wenn uns Steilhänge das Leben schwermachen würden entpuppten sich diese als blanker aber nicht zu steiler Fels, dessen Anstieg mit genug Muskel und Willenskraft in einer letzten Anstrengung bezwungen wurde.Und da waren wir nun, verschwitzt aber zufrieden, dass man es letztlich doch geschafft hatte.Nun sitzen wir im Windschatten unseres Zeltes, bewundern die Sterne, den aufgehenden Mond, hören Musik und genießen den Moment.Und damit schließe ich diesen Eintrag, denn mein Magen beginnt zu Knurren.Gute Nacht!Malte der Bergsteiger

12.6.17 14:39

Letzte Einträge: Das Ningaloo Reef, Der Karinjini National Park, Holprige Wege, Karrata , Die Gibb River Road - ein ungewöhnlicher Plan

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Marc Heib (12.6.17 22:13)
Hi,
du hast ja wohl die Zeit deines Lebens!! Hau rein, hört sich sich total cool an!
Mein erster "imotiii". Hat funktioniert?

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