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Planlos in Australien
 

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Holprige Wege

Moin!Den Millstream National Park haben wir jetzt auch schon wieder abgeschlossen, aber so viel zu sehen gab es auch nicht.Der Python Pool war, gelegen an einem Steilhang, wo wir uns leider nicht trauten runterzuspringen, echt ein schöner Stopp und die Wetlands waren eine unglaublich grüne Oase, die einem nach so viel Staub und Sand ganz unwirklich vorkam. Es war sogar ein Filmteam da, welches vielleicht unseren Teammitgliedern oder eher gesagt ihren Füßen den Sprung ins Showbusiness verschafft. :D Doch was eigentlich viel berichtenswerter ist, ist wie wir in letzter Zeit von A nach B kommen. Denn seid etwa 100km vor Karinjini ist nämlich geteerte Straße von der Regel zur Ausnahme geworden und so Düsen wir mit meinem Mitsubischi meist über gravelroad, was mal garkein Problem ist, aber manchmal doch ein ordentlicher Stressfaktor. Denn wenn die Spuren zu oft befahren sind und sich die Steine so in der Mitte sammeln ist mein Motorblock oftmals nicht hoch genug und bahnt sich den Geräuschen nach zu urteilen wie ein Pflug den Weg. Eindeutig ein sehr schäbiges Geräusch! Chris und Ich versuchen meist das durch nutzen der Gegenspur oder fahren auf dem lösen Kies zu vermeiden, doch manchmal ist es einfacher gesagt als getan die Spur dort zu wechseln bzw. auf dem losen Boden zu fahren, da dann das Auto gern anfängt stark auf der Straße zu schwimmen oder gar versucht das Steuer selbst zu übernehmen. Auch gibt es immer wieder gruselige Momente, wo einem ein Roadtrain entgegen kommt. Dann fährt man nämlich auf eine riesige Staubwolke zu, welche zu absoluten Blindflug führt und nebenbei dem Auto eine neue Farbe verpasst. Diese Staubwolken, welche auch von normalen Autos kaum weniger dicht sind, haben aber auch was gutes. Durch sie ist es nämlich möglich dem Konvoi, in dem wir zur Zeit mitdüsen, auch wenn man etwas hinterherhinkt problemlos zu folgen, da man nur den Staubwolken hinterherfahren muss. Und trotz Schwierigkeiten läuft bis jetzt noch alles, bis auf einen Reifen, der Luft lässt und wir halten auf jeden Fall gut mit den Monstern von 4 weel drives, welche hier unterwegs sind mit, auch wenn unsere tiefergelegte Rennmaschine schon häufiger belächelt wurde. Doch starke Nerven, taube Ohren, fahrtechnische Glanzleistungen und ein unnachgiebiger Wille ließen uns auch diese Strecken meistern und nun mit neuem Selbstvertrauen den weiteren Weg betrachten, welcher wohl erstmal wieder einfacher wird.Bis dahin: Achs und Federbruch!Malte der Off Road Bezwinger

16.6.17 09:45, kommentieren

Der Karinjini National Park

Heyo!Wir sind gerade auf dem Weg zur letzten Station im Karinjini National Park, der die hohen Erwartungen trotz bewölktem Wetter bravurös erfüllt hat! Es wurden zwar weniger Berge als erwartet bestiegen, was einerseits dem Wetter aber auch meinen nicht allzu motivierten Mitstreitern zuzuschreiben ist. Aber nach der ersten Besteigung hätte es wohl auch kaum besser werden können und das Highlight hier sind weniger die Berge, als die Gorges, welche die Landschaft durch tiefe Schluchten teilen.Es ist einfach unglaublich eindrucksvoll am Grund dieser Spalten entlang zu wandern, eingerahmt von Rot-Schwarz und sogar blau geschichtetem Schiefer, der so rissig und bröckelig aussieht, dass man das Gefühl bekommt, dass sie jeden Moment einstürzen könnten. Zum Glück ist uns bisher trotz vieler Klettereinlagen, die oftmals Teil der Wanderwege hier sind, noch nichts über oder unter uns weggebrochen, auch wenn die Steine zum Teil nur lose aufeinander liegen. Meist verliefen die Wege am Rand der Gorges, die eigentlich immer Wasser führten, welches häufig aufgrund von blauem Asbest, der hier natürlich vorkommt eine bläuliche Farbe hat und so zu einen einzigartigen Kontrast zwischen der grünen Vegetation und dem Roten Gestein führt. Generell ist das Spiel der Farben hier wirklich eindrucksvoll, da die geschichteten und zum Teil abgebrochenen, verschobenen aber auch ausgespülten Steine zu verschiedensten Mustern führen, die man einfach nicht müde wird zu studieren! Es erinnert etwas an abstrakte geologische Karten. Doch teilweise erwecken die Steine auch den Eindruck, als hätte sie jemand zu perfekten Quadern geschnitten, denen Kalk der sich von herunterlaufendem Wasser abgesetzt hat ein weißes Muster verpasst. Auch die Bäume, die es irgendwie schaffen ihre Wurzeln im Fels zu verankern, tragen ihren Teil zu der Szenerie bei und geben der Umgebung teilweise sogar einen etwas Tropischen Anstrich. Zusammengefasst ein wirklich schönes Stückchen Erde. Man konnte sogar häufig in großen Bassins, die meist von kleinen Wasserfällen gespeist wurden schwimmen und sich so die Dusche sparen. :D Zwar war das Wasser größtenteils Arschkalt, aber hier ist die Katzenwäsche bitter nötig, denn der Rote Sand bzw. Staub ist einfach überall! Außerdem bekommt man seine Füße nie sauber, weil sie einfach immer wieder direkt dreckig werden, was langsam zu einreißenden Fersen führt.Aber wir sind ja wieder auf der Straße, dann ändert es sich ja vielleicht wieder, auch wenn ich da keine allzu großen Hoffnungen hege. Jetzt geht es erstmal mit einer Gruppe deutscher in die letzte Gorge, welche sogar einen Spar Pool beinhaltet und dann zum Millstream National Park, welcher aber wohl nicht so groß und damit nur ein kurzer Stopp ist. Dann geht es zum 80 Mile Beach und danach kommen wir schon in Broome an, wo wir Ella absetzten und vielleicht auch ersetzen, mal sehen.Ich halte euch auf jeden Fall auf dem Laufenden!Arividerci Malte

15.6.17 09:34, kommentieren