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Planlos in Australien
 

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Darwin und ein letztes Malleur

So da sind wir nun am Ende unserer Reise angekommen. Chris ist schon ne Weile Weg, Konsti verließ uns einen Tag nach unserer Ankunft in Darwin und jetzt waren nur noch die Autobesitzer und Marlene, welche ihren Flug auch bald nehmen würde, übrig. Um Geld zu sparen ging es erstmal noch auf einen inoffiziellen Campingplatz, der wunderbar nah an einem Autowaschplatz lag und man sogar eine Dusche auf einem Spielplatz in der Nähe hatte! Es gab nur noch ein Problem mit einem Auto, welches vorgefahren wurde und in der Stadt auf seinen Besitzer wartete, nur leider wurde ihm nicht gesagt wo. Blöd gelaufen! So wurde ersteinmal eine große, aber letztlich nutzlose Suchaktion gestartet und dann etwas verstimmt wieder ins Lager zurückgekehrt. Zum Glück meldete sich der Vogel, der das Auto abgestellt hatte in der Nacht und das Problem löste sich von allein. So wurde der ganze nächste Tag darauf verwendet die Autos auf Vordermann zu bringen, damit man Fotos machen konnte uns sie so schnell wie möglich in das Internet stellen könne. Gesagt getan und am Ende des Tages war mein Auto kaum noch wiederzuerkennen. Blitzeblank wie es war blendete es einen Regelrecht, denn eigentlich hatte ich immer eine Schmutzschicht auf dem Auto zu hegen und pflegen verstanden. Doch diese Zeiten waren jetzt vorbei und genau wie das Auto wurden auch meine Füße mit jeder Dusche wieder etwas sauberer, was ich ehrlich gesagt nicht mehr für möglich gehalten hätte! Doch wir waren wieder zurück in der Zivilisation und das merkte man sehr! Sobald wir in ein Hostel eingecheckt waren wurde MEHRMALS am Tag geduscht, man konnte einkaufen so viel man wollte und das eingekaufte sogar gekühlt lagern, hatte nie Sorge, dass einem Strom oder Wasser ausgingen, hatte immer Internet, die Nächte verlängerten sich wieder und waren dank Air Condition sogar kühl. Wirklich eine ungewöhnliche Situation! Auch die vielen kommunikativen Menschen waren ungewohnt und man brauchte wirklich etwas Zeit um sich wieder zurechtzufinden. Doch schnell fiel man wieder in alte Muster zurück, was leider auch wieder die Faulheit heraufbeschwor, denn der Fernseher zeigte eigentlich durchgehend gute Filme oder Serien.Doch ich gab mein bestes und bekam doch einiges geregelt, sogar mein Auto konnte ich nach eisenharter Verhandlung einen Tag vor Abreise verkaufen und sogar das Museum hab ich besucht. Meinen Freunden glückte dies zum Glück auch und so konnten alle ihrer Wege gehen ohne weitere Verpflichtungen zu haben.So konnte alles wie geplant abgeschlossen werden, würde man zumindest denken. Ich hatte schon das Gefühl, dass es einfach zu gut und einfach gelaufen war, als ich auf mein Airportshuttle wartete, das war es auch, denn als ich meine Flugbestätigung noch einmal prüfend vor die Linse nahm fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Ich hatte meinen Flug nicht nachmittags, sondern Nachts gehabt. Na toll, da hat man seinen ersten Flug allein und einem passiert so ein Anfängerfehler! Nun ja, zu spät war zu spät, der Flieger war schon längst wieder gelandet und meine Planung sowie Stimmung total im Eimer. Gern würd ich nun schreiben, dass sich durch einen Anruf bei der Airline ein günstiger Ersatzflug finden ließ, doch diese hatte keine Plätze mehr vor dem 24., was mit unserem Familienurlaub nicht vereinbar war, also wieder ab auf swoodoo und einen neuen Flug buchen. Schlappe 700$, einen Tag und viele Nerven später sitze ich nun hier in Brisbane am Flughafen und warte nun seit 12 Stunden auf meine Eltern, die ich hier überraschen werde, die wissen nämlich noch garnichts davon. Naja, ich konnte die Zeit gut nutzen, sogar etwas schlafen und jetzt gleich sind sie auch schon da und unser Familientrip beginnt! Ich freue mich schon riesig, auch wenn ich erstmal noch den Flug gestehen muss, aber das soll mir jetzt die Stimmung nicht allzu sehr verderben! Bis bald. Malte der Idiot Ps: Vielleicht komme ich deswegen sogar früher zurück, dann wäre ich schon Mitte August wieder zuhause. PPS: Ein Blogeintrag aus meiner Reise wird noch nachgereicht.

16.7.17 09:30, kommentieren

Der Litchfield National Park

Da sind wir nun am letzten Stopp, bei dem mein Kumpane Chris mich begleitet, angekommen, dem Litchfield National Park. Ordentlich Bier und Wein für eine vernünftige Verabschiedung sind natürlich im Gepäck und die Stimmung ist hoch, auch wenn Chris wohl noch gern länger gereist wäre. Doch leider mussten wir schon beim ersten Stopp feststellen, dass dieser Nationalpark die reinste Touristenattraktion war, weil er so nah an Darwin lag und wir zu allem Überfluss auch noch Wochenende hatten. So kamen wir an einen eigentlich wunderschönen Wasserfall, mitten im Dickicht des Urwalds und bei der Menschenmenge kam glatt Freibadstimmung auf! Das vermieste uns diesen Spot leider etwas, denn Natur kann man nunmal am besten ungestört genießen. So unterhielten unsere Springer die Menge noch etwas mit gewagten Sprüngen und bekamen dafür sogar Applaus, aber lange hielt es uns dort nicht und so ging es schnell wieder weiter.Der nächste Spot musste zu Fuß erreicht werden, was uns hoffen ließ, dass dafür die meisten Leute zu faul wären. Dies bewahrheitete sich tatsächlich, zwar war der Fluss mit seinen Bassins nicht so spektakulär, doch es war schön ruhig und das Wasser in denen kleine Garnelen, die einen an den Füßen kitzelten, lebten, angenehm Warm. Also entspannten wir uns dort etwas um dann wieder den Schweißtreibenden Marsch in brütender Hitze anzutreten, denn wir wollten unseren Campingplatz noch vor Einbruch der Nacht erreichen. Als wir am letzten Stück des Weges angekommen waren war ausgeschildert, dass man diesen Campspot nur mit einem 4WD erreichen könnte, doch abgehärtet durch die Gibb River Road wollten wir es wenigstens versuchen, denn immerhin wollten wir an dem Campingplatz einen ganzen Trinktag bestreiten und da hätte man natürlich alle Ressourcen gern einfach griffbereit gehabt. Dieser Versuch endete aber abrupt, denn obwohl sich der Mitsubischi tapfer durch den Sand gegraben hatte kamen wir an ein Hindernis, dass sogar die 4WD-Fahrer schlucken ließ: Ein etwa hundert Meter langer Fluss, der den Schildern zufolge einerseits mit Krokodilen verseucht war und mindestens einen halben Meter tief. Da war die Reise für mein Auto zu ende und schnell packten wir alles nötige in die anderen Wagen um, doch das ließ uns dieses Mal keinen Platz mehr auf dem Bett und so ging es auf den Sidesteps durch einen Fluss voll mit Krokodilen.... Diese trauten sich glücklicherweise nicht an das Auto und so mussten wir in der folgenden Zeit nur darauf achten nicht von einem Baum am Rand der schmalen Straße abgestreift zu werden. Mit krampfenden Waden kamen wir dann schließlich an und bauten schnell unser Lager auf, denn heute sollte es Fleischbällchen mit Kartoffelbrei geben und darauf wollte keiner warten! Im Folgenden ging es an diesem Abend nicht mehr lang, denn die Energie musste ja schließlich für den nächsten Tag gesammelt werden und so ging es ab ins Bett.Morgens wurde direkt nach dem Aufstehen gestartet und so über den Tag eine doch recht moderate Menge an Alkohol getrunken. Nachdem wir uns im Lager warmgemacht hatten ging es an den anliegenden Wasserfall, wo wir sogar einen Fels fanden, der geradezu wie ein Springturm aufgebaut war! So kam das eine zum Anderen und kreativ wie sie es nun mal grade einmal waren fiel den Jungs sogar eine neue Disziplin ein, denn die Badehosen störten eindeutig die Aerodynamik! Die meisten anderen Leute bejubelten diese Sprünge sogar! Doch eine Spaßbremse hat man ja immer dabei und Rats fatz wurden wir von der Seite angemacht, was uns denn Einfalle, immerhin seien ja Kinder anwesend! Man kann es halt nicht jedem recht machen. Doch unsere Stimmung heizte es nur weiter an und auch, wenn der eine oder andere mal ein Nickerchen halten musste ging es ohne Ausfälle später wieder zum Lager zurück, wo wir vorgekochtes Chilli Con Carne genossen und den Abend entspannt ausklingen ließen.An unserem letzten Tag ließen wir uns dann mal wieder länger Zeit mit dem Aufstehen und brachen später gemächlich auf, zuerst zu einer alten Blechmiene, wo das Haus - eine verrostete Wellblechhütte - noch gut erhalten war und man etwas über das Leben der Minenarbeiter erfahren konnte. Ich fasse es kurz für euch zusammen: Sie waren häufig auf sich allein gestellt, da sie in Regenzeiten komplett von der Außenwelt abgeschottet waren, sie mussten hart malochen, denn ihre einzigen Werkzeuge waren Spitzhacken, sowie Karren, wurden häufig krank und starben früh, weil der Blechstaub in der Luft der Miene schleichend ihre Lungen zerstörte. Kein sehr rosiges Leben, zum Glück war ich nur zu Besuch! Darauf ging es ab zum nächsten Spot, den Twin Falls, welche aber leider wieder das gleiche Problem hatten wie der erste. Es war einfach zu erschlossen und touristisch! Ich meine es kann doch nicht sein, dass man sich an einem solchen Naturschauspiel Freibadpommes holen kann und sogar W-LAN hat?! So verließen wir den Litchfield National Park trotz seiner Schönheit leider etwas enttäuscht, wir waren einfach zu verwöhnt! Doch der Kakadu National Park versprach wieder etwas weniger Tourismus und unser Aufenthalt Warhawks trotzdem schön gewesen, so ging es frohen Mutes für uns weiter und für Chris zum Flughafen. Also bis dahinMalte

16.7.17 08:40, kommentieren